Bürogebäude Mosso, Nomos

Bürogebäude Mosso
Chemin de la Gravière 16, Chêne-Bourg GE
Bauherrschaft: Coopérative Médecine et Hygiène, Genf
Architektur: Nomos, Genf

Das Bürogebäude Mosso wurde auf einem Grundstück errichtet, das historisch mit dem Druckereigewerbe verbunden ist, und ist Teil des Wandels des Stadtviertels um den Bahnhof Léman Express in Chêne-Bourg. Es wurde als flexible Infrastruktur konzipiert und zielt auf pragmatische und Low-Tech-Nachhaltigkeit ab, wobei jede architektonische Entscheidung darauf abzielt, die Nutzung, das Licht und die Freiheit der Aneignung zu maximieren.

Die Holz-Beton-Konstruktion und die durchbohrten Eschenbalken schaffen offene Flächen und bieten den Nutzer:innen grosse programmatische Freiheit. Die verglasten und modularen Fassaden, die wie ein Baukasten konzipiert sind, spiegeln den Wunsch nach einem reversiblen und reparierbaren Gebäude wider, bei dem die Inszenierung der Verbindungen zu einer architektonischen Sprache wird. Die Behandlung der Ecken, versetzt und schräg, verbindet Ästhetik, Erinnerung an Papier (eine Hommage an die handwerkliche Vergangenheit des Ortes) und technische Effizienz durch die Integration von Jalousien und Photovoltaikmodulen.

Diese aktive Fassade trägt zur Erlangung des THPE-Labels bei, wobei die letzten drei Stockwerke mit Photovoltaik verkleidet sind. Die bewusst rohen Innenräume bevorzugen einfache, lokale oder wiederverwertete Materialien (Glastrennwände, Leuchten, Lehmziegel) und bekräftigen damit eine Logik der Kreislaufwirtschaft und des zeitgenössischen Handwerks. Mosso positioniert sich somit als nachhaltige, flexible und offene Plattform, die die Geschichte des Ortes, den aktuellen Bedarf an gemischten Nutzflächen und die energetischen Anforderungen von morgen miteinander verbindet. (Fotos: Paola Corsini)