Leuchtturm Ylliam, Bureau

Leuchtturm Ylliam
Quai de Cologny, 1, Cologny GE
Bauherrschaft: Société Nautique de Genève
Architektur: Bureau, Genf

Der Leuchtturm Ylliam ist eine Hommage an die hyperbolischen Strukturen von Wladimir Schuchow, einem sowjetischen Ingenieur; eine leichte Architektur aus Landschaft und Transparenz, in der der Leuchtturm eine Struktur, ein Artefakt ist, das mit seinem Erscheinen und Verschwinden, seiner Flüchtigkeit am Himmel spielt. Er erinnert somit an die Modernität des frühen 20. Jahrhunderts und an bestimmte Episoden der Abstraktion in der Kunst. Die Drahtgeometrien von Emma Kunz sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Geschichte. Es handelt sich um ein Landschaftswerk, das mit Kunst-und-Bau vergleichbar ist und Funktionen beherbergen würde.

Die Struktur ist auf ein Minimum reduziert: ein hyperbolischer Turm mit einer Aussenfläche aus einem Netz aus vorgespannten Kabeln und einem komprimierten zentralen Element aus drei dünnen Metallrohren. Diese Elemente sind durch Ringe verbunden, die ähnlich wie ein Fahrradrad funktionieren. Im Gegensatz zu dieser vertikalen Leichtigkeit steht der Turm auf einem soliden, präsenten, mineralischen, verankerten Sockel. Er erhebt sich buchstäblich aus einem felsigen Untergrund, inspiriert von den Mineralblöcken entlang der Bucht. (Fotos: Dylan Perrenoud)