Schiebetürenpavillon, Piertzovanis Toews
Schiebetürenpavillon
Breitenrüti, Nuglar-St. Pantaleon SO
Bauherrschaft: Gemeinde Nuglar-St. Pantaleon
Architektur: Piertzovanis Toews, Basel
Alles begann mit einem offenen Brief in Nuglar-St. Pantaleon. Jugendliche, voller Energie und Ideen, suchten nach einem geschützten Ort für ungestörte Treffen. Zuvor ausgehandelte Treffpunkte scheiterten – zu laut die einen, zu empfindlich die anderen. Liesse sich ein Ort für die Jugend schaffen, ohne dass sich Nachbar:innen gestört fühlen würden?
Entstanden ist ein leichtes Holzskelett, knapp über der Wiese schwebend, mit Schiebepaneelen zum Schutz vor Wind und Wetter. Die beweglichen Elemente erlauben unzählige Raumkonstellationen: Ob als heimeliger Salon, als Konzertbühne oder als halboffenes Kleintheater. Ihre durchscheinende Füllung filtert das Licht und zeichnet im Verlauf des Tages wechselnde Muster auf Boden und Wände. Das Verschieben öffnet und schliesst Räume, es formt Möglichkeiten.
Die Initiative der Jugendlichen öffnete bei vielen Unternehmern Türen. Die einen schickten gratis gebrauchtes Trapezblech oder einen Vorhang, die anderen vergünstigte Stegplatten, Farbeimer oder Baumstämme aus dem nächstliegenden Wald. Die ausführenden Unternehmen arbeiteten grösstenteils ehrenamtlich. Jugendliche und Dorfbewohner:innen packten mit an. Die Architekt:innen organisierten Workshops, um gemeinsam die Holzbauteile zu streichen und die Hocker zu bauen, die ohne Kleber und Schrauben zusammengesteckt sind.
Der Pavillon ist das Resultat kollektiver Mitbestimmung und Gestaltung.